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Harmonischer Erfolg: Rückrundenstart der 1. Herren

Unser Berliner Seniorenmeister spielt zwar nur zweite Herren, doch immerhin die Gegner konnten einen Meister aufstellen. Hertha BSC IV spielte ausnahmsweise mit dem neuen Norddeutschen Schülermeister und trat somit in den oberen beiden Paarkreuzen in Bestbesetzung an.

Unser bärenstarkes Einserdoppel hatte sich im ersten Satz die Begrüßung der Herthaner anscheinend zu sehr zu Herzen genommen. Die Gastgeber übertrafen nämlich in Sachen Understatement sogar uns. So waren Lennart und Alex zu Anfang noch nicht mit voller Konzentration am Tisch, zeigten aber in den darauffolgenden Sätzen, warum sie unser Einserdoppel sind. Die anderen beiden Doppel dagegen konnten sich nicht durchsetzen, so ging es mit 1:2 in die Einzel. Im vorgezogenen Spiel der Einser unterlag Arwed dann dem Norddeutschen Schülermeister Nam Hoang Thai glatt in drei Sätzen.

Deutlich stärker zeigte er sich gleich darauf im Spiel gegen Treptow, parallel spielte Sascha gegen Hoang Thai. Bei diesen beiden Partien wurden den Zuschauern gleich zu Beginn des Punktspiels alle Nerven abverlangt und der Ausgang des Spiels mitentschieden. Unser Neuzugang Dennis hatte noch Glück, denn da er bei Arweds Spiel zählte, konnte er Saschas Spiel gegen Hoang Thai nicht mitverfolgen und seine Nerven schonen. Arwed spielte, wie Arwed nun einmal spielt. In den ersten beiden Sätzen noch chancenlos, war er mit dem Rücken zur Wand wie ausgewechselt. Gewitzt, graziös und mit gutem Auge glich er zum 2:2 aus. Auch als der Herthaner im fünften Satz plötzlich mit deutlich mehr Power spielte, konnte Arwed nochmal einen draufsetzen und gewann verdient mit 11:9 im Entscheidungssatz. Bei Sascha stand es zur gleichen Zeit wie bei Arwed 9:9, aber unsere neue Nummer 2 machte es noch etwas spannender. Hoang Thai umspielte zwar geschickt Saschas Stärken, weil aber auch seine Schwächen noch ziemlich gut sind, stand am Ende ein hauchdünnes 15:13 auf der Anzeigetafel.

Auf den Zuschauerbänken hatten wir alle schon vor einem möglichen 1:5 gezittert, doch mit diesen beiden ungemein knappen und wichtigen Siegen ging es beim Stand von 3:3 weiter. In der Mitte folgte gleich der nächste Krimi, als Alex gegen Boguschweski nach 2:1 und hoher Führung noch in den fünften Satz musste. Auch hier behielt unser Kapitän aber die Nerven und gewann mit 11:9. Die nächsten Spiele sind relativ schnell erzählt. Am sehenswertesten war sicherlich Lennarts Spiel gegen van Galen, das Lennart nach vielen langen und ansehnlichen Ballwechseln mit 3:1 gewann. Unten folgten zwei glatte 3:0 Siege von Dennis und mir.

In der Schlussrunde hatte Sascha gegen Treptow das Nachsehen, und Arwed hatte ja schon am Anfang gegen Hoang Thai verloren. In der Mitte ging es dann wieder hoch her. Alex und van Galen lieferten sich das Spiel mit den wohl längsten Ballwechseln des Abends. Am Ende fehlte bei Alex dann allerdings etwas die Puste, sodass der Sieg an die Herthaner ging. Lennart wurde im ersten Satz von Boguschewski etwas überrumpelt, spielte seinen Gegner aber dann deutlich besser an, erzwang viele Fehler und war selbst bombensicher. Lennart eben. Mir gebührte dann die Ehre, mit einem 3:1 den Schlusspunkt unter ein umkämpftes, aber sehr nettes Spiel zu setzen.

Mit dem 9:5 haben wir uns gegenüber dem Hinspiel sogar um einen Punkt verbessert, aber angesichts der drei unglaublich knappen Spiele am Anfang hätte das Spiel auch deutlich anders ausgehen können. Wir können uns somit weiterhin nach oben orientieren, und wenn die Herthaner weiterhin in dieser Aufstellung spielen, darf man sie auch bei weitem nicht aus der Liga abschreiben.