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Jugendwartetagung 2017

An 20.4.17 fand in der Paul-Heyse-Str. die diesjährige Jugendwarte-Tagung statt. Diese Versammlung aller Jugendwarte der Berliner Tischtennis-Vereine beschließt über alle den Jugendbereich betreffenden Fragen.

Die Jugendwarte-Tagung wählt auch den Jugendausschuss, der diese Beschlüsse dann umsetzen soll. Einschließlich der Mitglieder des Jugendausschusses waren nur 18 Stimmberechtigte anwesend. Es fehlten Vertreter einiger Vereine, z. B. der Köpenicker SV-Ajax und Hertha BSC.

Wenige Tage vor der Jugendwartetagung lagen uns die Rechenschaftsberichte und die Anträge immer noch nicht vor. Nachdem wir nachgefragt haben, erhielten die Vereine die Unterlagen schließlich einen Tag vor der Versammlung. Ein Bericht eines Mitglieds des Jugendausschusses wurde vergessen und am Tag der Versammlung nachgereicht. Eine gründliche Vorbereitung oder gar gemeinsame Vorbesprechung in den Vereinen ist so nicht möglich.

Rechenschaftsberichte

Aus den Rechenschaftsberichten der Mitglieder des Jugendausschusses ging hervor, dass viele Aufgaben einfach der Geschäftsstelle des Verbandes übertragen wurden, z.B. die Pokalwettbewerbe im Jugendbereich. Es stellt sich die Frage, ob der Geschäftsstelle Zeit für die eigentlichen Aufgaben bleibt, wenn sie Aufgaben der Ausschüsse übernimmt.

Achim Ploetz berichtete, dass der Spielbetrieb im Jungenbereich "läuft", bei den A- und B-Schülern die Staffeln aber unvollständig waren und viele Verein lieber tiefer spielen wollten. Bei den B-Schülern kam es in der Meisterrunde zu einem Betrugsfall (Eintragung eines Spiels, das nicht stattgefunden hatte), woraufhin beide Mannschaften gestrichen wurden.

Oliver Ceczka berichtete, dass zwei Turniere mangels Ausrichtern ausfielen und in vielen Fällen erst sehr kurzfristig Ausrichter gefunden wurden. Es gab nur zehn ausrichtende Vereine, denen er ausdrücklich dankte. Die Teilnehmerzahlen waren insgesamt gering, die besten 15 Spieler spielten kaum mit. Als mögliche Gründe wurden von Vereinsvertretern genannt: Jugendliche, die in Erwachsenenmannschaften mitspielen, gewinnen dort Punkte, während sie in Jugendturnieren eher Punkte verlören. Die Qualität der Ausrichtung (lange Wartezeiten) sei nicht motivierend. Umgekehrt wurde von einem Vereinsvertreter beklagt, dass sein Verein durch die Ausrichtung kaum etwas erwirtschaftet hätte. Für die Problematik, dass die Vereine zu spät wissen, wer wann so spielt, wurde auf Antrag 7 verwiesen.

Der Jugendausschuss wurde, zusammengefasst in einer Abstimmung, entlastet.

In der Tagung wurde schnell deutlich, dass die neue Wettspielordnung des DTTB, die in der Saison 2017/2018 auch für den Jugendbereich bereits gilt, zumindest einzelne der jetzigen Regelungen in Berlin nicht mehr zulässt. Wir hatten erwartet, dass die Zuständigen im Jugendausschuss uns über Probleme mit der neuen Wettspielordnung des DTTB informieren, damit wir in der Sitzung Lösungen finden können. Es konnten aber vom Jugendausschuss im Grunde keine wesentlichen Erkenntnisse genannt werden.

Anträge

Mit der Annahme des ersten Antrags wird die Einteilung der Turnierklassen ab sofort geändert: Die Einteilung erfolgt nicht mehr nach feststehenden LivePZ-Werten (bisher z.B.: Jungen 1. Klasse ist man mit LivePZ-Wert 1500 oder höher). Ab jetzt gehören jeder Turnierklasse zu Beginn eines Halbjahres eine bestimmte Anzahl an Spielern an, z. B. sind dann die 40 Jungen mit den höchsten LivePZ-Werten in der 1. Klasse Jungen. Der LivePZ-Wert des 40. Spielers ist damit die Grenze zwischen der 1. und der 2. Klasse für die aktuelle Halbserie.

Im zweiten Beschluss wurde der Zeitrahmen für Jugendturniere erweitert. Sie können ab jetzt auch Samstag bereits ab 9 Uhr beginnen, ohne dass in Zukunft noch eine Ausnahmegenehmigung erforderlich ist. Ich habe gegen diesen Antrag gesprochen und gestimmt, da wir den Samstagvormittag dringend für unsere Jugendarbeit brauchen und dafür auch Trainer, die dann für eine Betreuung nicht zur Verfügung stehen. Argument der Befürworter war, dass sonst Turniere ausfielen.

In den Anträgen 4 bis 6 und 8 ging es um eher redaktionelle Änderungen.

Mit der Verabschiedung des Antrags 7 wurde festgelegt, dass in Zukunft die aktuelle, für das nächste Turnierwochenende gültige LivePZ-Liste zwei Wochen vorher vorliegen soll. Aus dieser Liste ergibt sich, wer in welcher Turnierklasse starten darf. Erst wenn das klar ist, können Eltern, Spieler und der Verein planen. Bisher war die Zeit dafür oft sehr kurz.

Mit Antrag 9 wurde ein Satz in die Jugendspielordnung eingefügt, demzufolge eine Abweichung von der im Formular vorgegebenen Reihenfolge der Spiele eines Mannschaftsspiels nur bei Zustimmung beider Kapitäne erfolgen darf - eigentlich eine Selbstverständlichkeit.

Der vom TSV Rudow gestellte Antrag 10 wurde abgelehnt. Jugendliche sollten für jede Turnierteilnahme 10 LivePZ-Punkte erhalten. Vor der Umstellung auf LivePZ-Punkte gab es eine vergleichbare Regelung. Diese Punkte sollten einen zusätzlichen Anreiz geben, an Turnieren teilzunehmen. Die Ablehnung erfolgte, weil nach den Regularien des DTTB solche Punktvergaben nicht zulässig sind und die Vergleichbarkeit bundesweit nicht mehr gegeben wäre.

Aus den letzten beiden Anträgen, beide vom abwesenden TTV Friedrichsfelde, wurde ein neuer Antrag gebastelt, demzufolge es ab der kommenden Saison bei den C-Schüler/innen (Jungen und Mädchen zusammen), den B-Schülerinnen, den A-Schülerinnen und den Mädchen Zweiermannschaften gibt. Mannschaften für C-Schüler/innen sind völlig neu. Die Umstellung von Vierer- auf Zweiermannschaften soll die Zahl der Vereine erhöhen, die eine Mannschaft melden können. Für die Qualifikation zu und ggf. Teilnahme an den Norddeutschen Meisterschaften müssen aber wie bisher, jetzt also zusätzlich, Vierermannschaften gemeldet werden, da dies dort vorgeschrieben ist. Die Vierermannschaften müssen dann in einer Extrarunde ermitteln, wer zu den Nordeutschen fahren darf. Die derzeitige Regelung über den Einsatz von Spielerinnen in Jungenmannschaften bleibt unverändert.

Verschiedenes

Der BerlinhoCup für C-Schüler/innen, die Turnierserie (und quasi Rangliste) in diesem Altersbereich, soll in dieser Saison doch noch stattfinden, und zwar im Rahmen einer neu entstehenden Gruppe des Leistungszentrums für ganz junge Spieler/innen am Dienstag in der Paul-Heyse-Straße.

Der Jugendausschuss wird sich bemühen, die Praxis abzustellen, dass Spieler, die überhaupt nicht spielen, dennoch jedes Halbjahr Jugend-Bonus-Punkte erhalten.

Es gab eine Beschwerde über Spieler von Vereinen, die Regeln nicht kennen oder nicht einhalten können, z. B. die keinen regelgerechten Aufschlag machen, deren Eltern sich aber über entsprechende Hinweise unmäßig aufregen.

Der Jugendausschuss ist unverändert nicht vollständig besetzt.