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Totgesagte leben länger

Von manchen wurde es als Kellerduell der Verbandsliga prophezeit: OTTO gegen STTK. Nun ist die Hälfte der Hinrunde gespielt, und aus dem Kellerduell wurde ein Mittelfeldduell. Spannend war es trotzdem.

Marc hatte im ersten Spiel sowohl mit sich als auch mit Gegner zu kämpfen, spielte im zweiten Einzel dafür umso befreiter auf.

Die Gäste von Omega TT Ostkreuz waren früh in unser Steglitzer Halle und brachten sogar ein Gastgeschenk mit: Einen DHS-Plastikball. Danke an OTTO dafür! In den Trainingseinheiten vor dem Rückspiel werden wir die Bälle dann auch ausgiebig testen, denn OTTO spielt seine Heimspiele als einziges Team schon in dieser Saison mit dem neuen Ball. Das gestrige Spiel bestritten wir aber noch mit dem Zelluloid-Ball.

Beide Teams waren gut in die Saison gestartet und wiesen eine ausgeglichene Punktebilanz auf. Illusionen machte sich aber keiner: Die Punkte sammelte man nur gegen den Abstieg.

Zum Start des Spiels setzten sich die jeweiligen Einserdoppel relativ deutlich durch, lediglich im Doppel 3 wurde es spannend. Marc und Domenik auf der einen und Nguyen/Nguyen auf der anderen Seite hielten sich nicht lange mit Aufschlag-Rückschlag- oder kurz-kurz-Spiel auf, sondern verlagerten das Spiel schnell in die Halbdistanz. Unser unteres Paarkreuz behielt hier in den entscheidenden Phasen die bessere Übersicht und sicherte uns nach den Doppeln eine 2:1-Führung.

Ein Doppel wie eine Bank: Alex und Lennart.
Ein Doppel wie eine Bank: Alex und Lennart.

Diese knappe Führung konnten wir schnell ausbauen. Lennart hatte keinerlei Probleme mit Kobelts Noppe, Murachs Halbdistanzspiel erwies sich als zu ungefährlich für Alex und die die schnellen Aufschläge von Nguyen konnten mich nur in einem Satz in Bedrängnis bringen.

Lennart konnte vor ein paar Tagen noch kaum sprechen, erholte sich aber rechtzeitig von seiner Erkältung.
Lennart konnte vor ein paar Tagen noch kaum sprechen, erholte sich aber rechtzeitig von seiner Erkältung.
Felix gewann das erste Spiel deutlich und verlor das zweite genauso deutlich.
Felix gewann das erste Spiel deutlich und verlor das zweite genauso deutlich.

Doch gelaufen war das Spiel noch nicht. Die nächsten vier Spiele waren insgesamt 20 Sätze lang - aber zu viele entscheidende gingen davon an die Gäste. Sascha und Rohrmann hingen anscheinend noch den alten Zeiten mit Sätzen bis 21 nach, ihr fünfter Satz gipfelte in einem Verlängerungs-Krimi. Erst beim Stand von 18:18 konnte einer zwei Punkte hintereinander holen - doch leider war das nicht Sascha. Auch Marc schien seine Sätze nicht unbedingt mit dem 11. Punkt zu Ende bringen zu wollen. Bei 2:1-Satzführung führte er mit 9:5, gab den Satz aber noch 11:13 ab. Einen Satz später das gleiche Bild: Marc führt komfortabel mit 9:6, der Satz geht in die Verlängerung, am Ende steht es 13:11, dieses Mal aber für Marc. Der Trainings-Marc war wieder da! Domeniks und Lennarts Spiele dagegen gingen leider im Entscheidungssatz verloren, sodass unsere einst komfortable 5:1-Führung auf ein 6:4 zusammengeschmolzen war.

Im Doppel noch nervenstark, war Domenik im Einzel kein Sieg gegönnt.
Im Doppel noch nervenstark, war Domenik im Einzel kein Sieg gegönnt.

Alex, der an diesem Abend den Spaß am Tischtennis wiedergefunden hatte und sehr gut aufgelegt war, sorgte daraufhin mit einem 3:1 gegen Kobelt wieder für etwas Entspannung. Danach mussten wir aber wieder zittern. Gegen einen Rohrmann, der aus jeder Lage brachiale Bälle traf, konnte ich aber nicht den Punkt zum Unentschieden sichern. Und auch Sascha lag schon mit 0:2 gegen Nguyen hinten. Doch wie schon so oft in dieser Saison rappelte er sich wieder auf, sodass sein achtes Saisonspiel gleichzeitg das sechste war, das in den Entscheidungssatz ging. In das Wagnis der Verlängerung begab er sich dieses Mal aber nicht, sondern gewann den fünften Satz relativ deutlich. Damit war das Unentschieden gesichert. Den Sieg bescherte uns schließlich ein vom Zittersieg im ersten Einzel beflügelter Marc, der seinem Gegner in drei Sätzen keine Chance ließ.

Aus dem Formtief erholt und umso stärker zurückgekommen: Alex.
Aus dem Formtief erholt und umso stärker zurückgekommen: Alex.
Sascha mag es nicht, wenn die Zuschauer sich langweilen: Sechs seiner acht Saisonspiele gingen in den fünften Satz, die meisten konnte er gewinnen.
Sascha mag es nicht, wenn die Zuschauer sich langweilen: Sechs seiner acht Saisonspiele gingen in den fünften Satz, die meisten konnte er gewinnen.

Den Mittelfeldplatz konnten wir mit diesem 9:5 erst einmal festigen. Der November wird nun zeigen, wohin die Reise geht. Denn an den kommenden vier Wochenenden bestreiten wir unsere letzten fünf Spiele der Hinrunde. Die Heimspiele können wir nun auch endlich gleichzeitig mit den Damen spielen - Zuschauer sind am 9.11. und am 23.11. also doppelt willkommen!

Jedes Spiel ist eine Teamleistung (v.l.n.r.: Felix, Sascha, Alex, Marc, Lennart, Domenik)
Jedes Spiel ist eine Teamleistung (v.l.n.r.: Felix, Sascha, Alex, Marc, Lennart, Domenik)

Hier gibt es noch den Spielbericht bei TTLive: STTK - OTTO