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Verbandsoberliga: Anschluss an die Nichtabstiegsplätze hergestellt

Über vier Stunden Spielzeit, sieben Fünfsatzsiege, ein ungeschlagener Felix - das Spiel gegen Finow-Eberswalde war nichts für schwache Nerven. Die starke Fünfsatzbilanz gab schließlich den Ausschlag zu unseren Gunsten.

Alle aufzuzählen würde den Rahmen sprengen, aber ohne die Unterstützung der zahlreichen Zuschauer, wie hier Gaith, wäre das eine oder andere Fünfsatz-Spiel sicherlich an Finow gegangen - und die zwei Punkte damit genauso.

Im Hinspiel setzte es noch eine deutliche Niederlage gegen die starke Finower Mannschaft. Im Rückspiel standen die Chancen besser, vielleicht etwas zu reißen. Die Gäste traten ohne ihre Nr. 3, Holm Kirsten, an. Außerdem war Spitzenspieler Schinkel nicht hundertprozentig fit. Bei uns waren alle an Bord, wobei Alex der Trainingsrückstand nach der langen Verletzungspause noch deutlich anzumerken war.

Die Doppel konnten Felix und ich mit einem 3:0 gegen Schinkel / Gohlke erfolgreich eröffnen. Bei Lennart / Alex gg. Voß / Kirsten und Marc / Domenik gg. Fehlinger / Toll wurde es deutlich dramatischer. Heraus kamen zwei knappe Fünfsatzniederlagen und ein damit doch suboptimaler Start. Die engen Fünfsatzspiele sollten allerdings einen Vorgeschmack auf den Rest der Begegenung bieten.

Die Doppel ließen nichts Gutes ahnen. Sowohl Lennart und Alex ...
Die Doppel ließen nichts Gutes ahnen. Sowohl Lennart und Alex ...
... als auch Marc und Domenik verloren im Entscheidungssatz. Vielleicht war das aber die Motivation, die wir brauchten, um in den Einzeln durchzustarten.
... als auch Marc und Domenik verloren im Entscheidungssatz. Vielleicht war das aber die Motivation, die wir brauchten, um in den Einzeln durchzustarten.

In den Einzeln legte Lennart dann gegen Voß los wie die Feuerwehr. Der Gegner stellte sich jedoch schnell ein. Den ersten Satz konnte Lennart noch nach Hause bringen, die nächsten drei entschied Voß für sich. Felix lieferte sich gegen Schinkel den nächsten Fünfsatzkrimi, dieses mal mit dem besseren Ende für uns. In der Mitte musste Alex Kirstens Überlegenheit anerkennen, während ich mich im nächsten Fünfsatzspiel gegen Fehlinger durchsetzen konnte. Beim Stand von 3:4 dann die Hoffnung auf unser starkes unteres Paarkreuz. Domenik hatte gegen Gohlke überhaupt keine Probleme, während Marc nicht seinen besten Tag erwischt hatte und sich einen gegenüber der Vorrunde stark verbesserten Toll geschlagen geben musste.

Am Ende 35:35 Sätze

In der zweiten Runde dann Lennart auch nicht in Bestform mit einer Niederlage gegen Schinkel und bei Felix sah es auch eine Weile so aus, als ob er gegen Voß das Nachsehen haben würde. Doch er kämpfte sich ins Spiel und gewann schlussendlich (In fünf Sätzen natürlich, musste ich das erwähnen?). In der Mitte hatte ich dann gegen Kirsten das Nachsehen und Alex konnte mit unserem Standardresultat 3:2 Fehlinger niederringen.

So stand es also 6:7 - bis jetzt eine Punkteteilung in jedem Paarkreuz. Domenik konnte dann Toll niederringen - das Satzresultat bedarf keiner Erwähnung :). Beim Stand von 7:7 gingen parallel Marc und das Schlussdoppel, Felix und ich an die Tische. In beiden Spielen ging der erste Satz recht klar verloren und das bange Gefühl machte sich breit - sollte es wie gegen Hertha 06 wieder nur zu einer knappen Niederlage reichen? Doch glücklicherweise standen wir im 2. Satz im Doppel gegen Voß / Kirsten besser und konnten diesen gewinnen. Nach verlorenem dritten und und gewonnenem vierten Satz ging es in den fünften, wo wir nach dem Seitenwechsel wieder besser standen und das Ding nach Hause brachten. Zu diesem Zeitpunkt fightete Marc im fünften Satz gegen Gohlke, und mit dem Bewusstsein zumindest eines sicheren Punktes kämpfte er sich durch das Spiel und markierte unseren siebten (!) Fünfsatzsieg.

Endstand also 9:7 für uns um ca. viertel vor zwölf. Die Halle mit den wieder zahlreichen Zuschauern bebte und meine Hände waren rot vom abklatschen. Der Sieg war bei 35:35 Sätzen gegen einen ersatzgeschwächten Gegner sicherlich etwas glücklich, aber trotzdem hart erkämpft und nicht unverdient. Im Nachgang dann die gute Nachricht, dass unsere Konkurrenz im Abstiegskampf gegen ebenfalls ersatzgeschwächte Gegner die Chancen nicht nutzen konnte und wir daher ordentlich Boden gutgemacht haben. Wir sind zwar immer noch Vorletzter, aber Cottbus und der CfL haben nur noch einen Punkt Vorsprung und die direkten Duelle stehen noch aus.

Kommenden Samstag geht es weiter mit einem Auswärtsspiel in Hohen Neuendorf - wer weiß, vielleicht ist auch dort etwas drin?

Manchmal sind es die Kleinigkeiten, die zum Sieg führen: Die bessere Aufschlag-Rückschlag-Stellung in der zweiten Hälfte des fünften Satzes gab den Ausschlag zum Sieg des Schlussdoppels.
Manchmal sind es die Kleinigkeiten, die zum Sieg führen: Die bessere Aufschlag-Rückschlag-Stellung in der zweiten Hälfte des fünften Satzes gab den Ausschlag zum Sieg des Schlussdoppels.
Vier Spiele, drei davon im Fünften gewonnen: Felix.
Vier Spiele, drei davon im Fünften gewonnen: Felix.
Auch der Autor dieses Spielberichts steuerte einen Einzel- und einen Doppelsieg im fünften Satz bei.
Auch der Autor dieses Spielberichts steuerte einen Einzel- und einen Doppelsieg im fünften Satz bei.
Alex ist endlich wieder voll einsatzfähig und zeigte nach einem Jahr Pause gleich wieder eine starke Leistung.
Alex ist endlich wieder voll einsatzfähig und zeigte nach einem Jahr Pause gleich wieder eine starke Leistung.
Nach dem vierstündigen Kampf, in dem mehr als die Hälfte der Spiele in den Entscheidungssatz gingen, fühlte sich die Zähltafel wie eine Trophäe an.
Nach dem vierstündigen Kampf, in dem mehr als die Hälfte der Spiele in den Entscheidungssatz gingen, fühlte sich die Zähltafel wie eine Trophäe an.