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TT Finals 2026 in Erfurt

Drei große Turniere, alle an einem Ort mit gegenseitigem Austausch. Das mitzuerleben, ist schon etwas ganz besonderes.

Martin und Ina bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften im Rahmen der TT-Finals 2026 (Foto: S. Stoll)

Während im normalen Leben bereits 80-jährige einen Rollator vor sich herschieben, sieht man hier 85-jährige um die Tische rennen. Und die Spitzenleute in Halle 1 peitschen sich die Bälle um die Ohren, wie es vor 20 Jahren niemand für möglich gehalten hätte. So verwundert es nicht, dass - in den verschiedensten Funktionen - ein knappes Dutzend Steglitzer sich auf den Weg nach Erfurt gemacht hatte. Da der Verlauf der Deutschen Meisterschaften der Profis hinreichend in den Medien dokumentiert wurde, liegt folgend der Schwerpunkt bei den Senioren(innen) und da bei unseren.

Aber wer sind unsere? Bei den Norddeutschen Meisterschaften haben wir viele Sportler(innen) kennengelernt und in Erfurt jetzt wiedergetroffen. Die Berliner kennen wir sowieso und teilen noch viel mehr gemeinsame Erinnerungen. Der engste Kreis ist dann unser Verein und hier hielten nur Ina und Martin bei den Senioren Ü65 die Farben des STTK hoch, nachdem Marc es ganz knapp verpasst hatte, bei den Leistungsklassen ins Teilnehmerfeld aufzurücken.

Jeweils mit der Bronzemedaille aus Schwerin nur knapp für die Deutschen qualifiziert, galt zunächst das olympische Motto "Dabeisein ist alles." Doch recht rasch war zu erkennen, dass die anderen auch nur mit Wasser kochen, und so ergaben sich viele hart umkämpfte und knappe Spiele und je einmal konnten auch Ina und Martin die Faust zum Sieg emporrecken.

Gemeinsam im Mixed gegen eine niedersächsische Kombination gab es nach erstem gewonnenen Satz leider keinen Grund zum Jubeln mehr. In ihren jeweiligen Gruppen lieferte sich Ina gegen alle drei Gegnerinnen enge Spiele, wobei sie ihre fünf gewonnenen Sätze unglücklich auf die drei Gegnerinnen verteilte. Martin gelang in seiner Gruppe gegen einen Hessen ein Fünfsatzsieg, konnte im dritten Spiel gegen einen Württemberger, obwohl auch dieser Nopspins regelmäßig ins Netz blockte, mit 1:3 Sätzen die Chance auf das Weiterkommen aber nicht nutzen.

Die Doppelwettbewerbe begannen erst am Sonnabend und hier hielten Martin und Ulrich Watermann (Hertha BSC) das Spiel gegen ihre Württemberger Widersacher bis in den fünften Satz offen, um bei Ausnutzung der gesamten Spielkox mit Topspinralleys schließlich doch ihren Gegnern gratulieren zu müssen. Im Doppel mit ihren Gegnerinnen aus Nordrhein-Westfalen gönnten sich Ina und Ellen Stöckel (TTC Neukölln) mehr Ballberührungen als bei irgend einem anderen Match, denn bis auf ganz wenige und vergebliche Angriffsbemühungen ging jeder Ballwechsel so lange, bis eine der vier Defensivkünstlerinnen den Ball nicht mehr auf den Tisch brachte. Unsere waren schließlich sicherer. Im Viertelfinale gegen zwei Württembergerinnen platzte dann beim 1:3 aber der Traum von einer Medaille.

Das alles machte Lust nach mehr und jedem sei angeraten, sich wieder um Startplätze zu bemühen oder auch in anderer Funktion bei den TT Finals 2027 in Erfurt wieder dabei zu sein.

Ergebnisse der DM der Senior*innen auf der Website des Deutschen Tischtennis Bunds: https://www.tischtennis.de/mkttonline.html?mkttid=f395e582