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Sundays for future – Saisonrückblick der 5. Herren

Nachdem wir im Vorjahr erst in einem dramatischen letzten Spiel dem Abstieg aus einer sehr unausgeglichen besetzten Kreisligastaffel entronnen waren, hofften wir diesmal, passend zum zunehmend gesetzteren Alter der Spieler, auf eine etwas weniger aufregende Saison.

Tobias, Archivbild (Relegation zur Bezirksliga am 06.05.17)

Glücklicherweise waren wir wegen der Wahl des Sonntags als Heimspieltag nicht gezwungen, die durch den vorübergehenden Verlust unserer Halle in Steglitz bedingten ständigen Spielverlegungen vornehmen zu müssen, die vielen unserer Mitmannschaften sichtlich die Saison erschwerten.

Durch den unerwarteten Abstieg der 4. Mannschaft aus der Bezirksklasse (dem kürzlich der absolut vorhersehbare Wiederaufstieg folgte…) wurden wir in die auf dem Papier wesentlich ausgeglichenere Staffel C einsortiert, die überraschenderweise lange Zeit vom Aufsteiger (!) BSV Akademie II dominiert werden sollte.

Dennoch war realistischerweise die Abstiegsvermeidung das erklärte Saisonziel und hierbei half es extrem, dass wir gleich das erste Spiel gegen SC Eintracht knapp mit 9:7 gewinnen konnten (im Vorjahr ging das erste Spiel etwas unnötig verloren). Danach folgte eine Niederlage gegen Akademie, ein Spiel, bei dem aus unserer Sicht eigentlich mehr drin war, aber wichtiger waren die beiden nachfolgenden Siege gegen Düppel und Straßenwesen (die späteren Absteiger), die uns einen insgesamt guten Start mit 6:2 Punkten bescherten. Dadurch brachten uns die beiden folgenden deutlichen Niederlagen gegen Köpenick und Anadolu noch nicht in eine allzu aussichtlose Situation, was aber zweifellos hätte passieren können, wenn wir das nächste Spiel gegen den TSC nicht knapp mit 9:7 für uns entschieden hätten. Zum Ende der Hinserie landeten wir mit 8:10 Punkten im hinteren Mittelfeld, immerhin bereits 6 Punkte vom Abstieg entfernt und unerwarteterweise mit 2 eingespielten Doppeln, die jeweils eine positive Bilanz aufwiesen.

Nach der Winterpause kam es zu einigen Umstellungen und personellen Änderungen, Wladek konnte leider aus Zeitgründen nicht mehr wirklich aktiv werden, dafür wurden aber Mike und Miguel fest aufgestellt und waren zusammen mit Jiayus starken „Ersatz“-Einsätzen wesentlich mit dafür verantwortlich, dass wir zum drittstärksten Team der Rückrunde mutierten und eigentlich nur gegen Köpenick deutlich verloren. Dem gegenüber stehen aber einige erinnerungswürdige Spiele. Gegen die ebenfalls wesentlich stärker aufgestellten Anadolu wäre sicher ein Punkt statt der 5:9 Niederlage möglich gewesen, dafür gelang uns mit einer gerade noch am selben Tag knapp auf 6 Spieler gekommenen Mannschaft ein kaum für möglich gehaltener 9:7 Auswärtssieg beim TSC, den wir nicht zuletzt den zwei Punktgewinnen von Sophie im 3. PK zu verdanken hatten.

Und dann darf natürlich das Spiel gegen den Spitzenreiter BSV Akademie nicht unerwähnt bleiben. Leider kehrte in der Rückrunde unsere eklatante Doppelschwäche zurück und nach dem Verlust der ersten beiden Einzel stand es sogar schon 0:5, ehe Max mit einem 3:2-Sieg gegen Overbeck für die Initialzündung zur Aufholjagd sorgte. Danach spielten wir uns in einen kollektiven Rausch, symbolisiert durch die 3:0 Siege von Miguel und vor allem von Dr. Knecht gegen Abwehrkünstler Annuscheit im vorderen PK. Die sich tapfer wehrenden Akademiker wurden am Ende mit 9:5 überrollt und damit war die Saison für uns gefühlt eigentlich zu Ende.

Für das anschließende 9:5 gegen Mariendorf, mit dem wir uns für die Hinrundenniederlage revanchierten, reichte der Schwung zwar noch, leider setzten wir anschließen aber einen etwas unpassenden Schlusspunkt mit der verdienten Niederlage gegen 5 (!) Südostler.

Insgesamt überwiegen aber deutlich die positiven Aspekte, nicht nur wurde das Saisonziel früh erreicht, auch die Integration der Nachwuchsspieler Miguel und Jiayu klappte so hervorragend, dass sie zu tragenden Säulen des Erfolges in der zweiten Halbserie wurden. Wie in den vergangenen Jahren funktionierte auch die Zusammenarbeit und Verteilung der Spieler mit der 4. wieder sehr gut, die in dieser Saison logistisch und personaltechnisch besonders gebeutelt wurde und das oben erwähnte Happy End, an dem wir auch ein wenig mitwirken durften, mehr als verdient hatte.

Auch in diesem Jahr muss man den vielen Ersatzspielern und -spielerinnen wieder dafür danken, dass sie alles andere als Lückenfüller waren, zum Teil noch sehr kurzfristig einsprangen und immer wieder die sehr ausgeglichene Spielstärke innerhalb des Vereins unter Beweis stellten. Wir werden sie alle im nächsten Jahr bestimmt wieder brauchen. :)

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