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Berliner Einzelmeisterschaften Damen/Herren 2015

Ganz Berlin traf sich zu den 81. Berliner Meisterschaften der Erwachsenen; und erstmals hat die breite Masse mit dem Plastikball gespielt. Die gute Nachricht: Tischtennis macht noch genauso viel Spaß wie mit Zelluloid.

Und eine weitere Premiere gab es: Das erste Mal starten STTK-Teilnehmer bei den Berliner Einzelmeisterschaften der Erwachsenen. Davon abgesehen präsentierte sich das Turnier von seiner gewohnten Seite: Es stehen 25 Tische, es spielen 250 Teilnehmer und alles dreht sich um einen kleinen weißen Ball. Sophie und Alina gingen für uns bei den Damen an den Start, das Herren-Feld versuchten Sascha, Peter, Robin, Ben und ich aufzumischen.

Mixed und Doppel

Alina (mit Phong Le Trung) und Sophie (mit Oliver Goihl) spielten früh morgens schon die Mixed-Konkurrenz. Nach einem Freilos und einem Sieg gegen Bratvogel/Voigt mussten sich Sophie und Oliver den späteren Finalisten Diekow/Dietrich geschlagen geben. Alina und Phong kamen bis ins Achtelfinale, doch dort war gegen die zweite Finalpaarung, Henning/Hinz, Endstation.

Während sich am Abend einige Teilnehmer auf den Weg zum Champions League-Halbfinale der Damen von ttc eastside machten, wurden bei der BEM die Doppel gespielt. Alina gewann mit Rovanne Greve gegen Nostitz/Pirwitz klar mit 3:0, am Sonntagmittag im Achtelfinale gegen Jünemann/Uludintceva verloren sie jedoch mit dem gleichen Ergebnis. Sophie und ihre Doppelpartnerin Alina Geister mussten leider schon in der ersten Runde die Segel streichen. Sascha und ich hatten uns dagegen nach einem zittrigen Startsieg eingespielt und konnten überraschenderweise gegen Steiner/Höhn fünf Sätze lang gut mithalten - am Ende fehlte nicht viel, aber eben doch das kleine Bisschen, das den Sieg an unsere Gegner gehen ließ. Das war ärgerlich, denn in den nächsten Runden wären zwar bestimmt keine schwachen, aber durchaus schlagbare Paarungen gekommen, gegen die man sich Chancen hätte ausrechnen können. Robin und Maximilian Andreß kamen nach zwei Siegen in die dritte Runde, wo sie gegen Gözübüyük/Kempe verloren.

Einzel

Weiter ging es mit den Einzeln. Sophie gewann nach guter Leistung gegen Zoller (Lichtenberg) und landete am Ende auf dem dritten Gruppenplatz. Alina konnte leider kein Spiel gewinnen. Die Herren durften etwas länger ausschlafen, und trudelten erst zu (oder nach ;-)) Einzelbeginn in die Halle. Ben war sogar so ausgeschlafen, dass er gleich Wenske (Lichtenberg) gehörig ins Schwitzen brachte: Ben ging mit 1:0 in Führung und lag auch bei 1:1-Satzstand schon mit 7:1 vorne, alles sah nach einer kleinen Sensation aus. Gewinnt hier 4. Kreisklasse gegen Landesliga? Doch er konnte diese Führung leider nicht über die Runden bringen und verlor noch mit 1:3. Schade! Robin, Peter und Sascha verteidigten in der Folge ihre Setzplatz als Gruppenzweiter. Besonders Robin und Peter waren aber nur knapp davon entfernt, die Erstplatzierten - Kühne (SCC) bzw. Kobus (Spandau) - zu schlagen. Beide zeigten über fünf Sätze ein starkes und schön anzusehendes Spiel, zogen aber am Ende den Kürzeren. Ähnlich lief es auch bei mir, jedoch mit dem kleinen Unterschied, dass ich noch knapp als Gruppenerster gesetzt wurde. Gegen Geiger (SCC) konnte ich mich im Spiel um den Gruppensieg mit 3:1 durchsetzen, wobei das Ergebnis nicht wirklich widerspiegelt, wie hart umkämpft das Spiel war.

So ging es also am Sonntag für uns nur in der Einzel-Konkurrenz weiter. Peter machte den Auftakt, konnte das frühe Aufstehen aber augenscheinlich weniger gut verkraften als sein Gegner Boche (KSVA). Der setzte sich in drei Sätzen durch. Ähnlich ging es Robin, der gegen Mannhardt (Füchse) auch keinen Satz holen konnte. Sascha und ich konnten die STTK-Fahne mit Siegen gegen El-Jamal (Neukölln) bzw. Schrader (Füchse) zumindest noch eine Runde länger hochhalten. In der Runde der letzten 64 hatte Sascha gegen Ayush in vier Sätzen das Nachsehen. Er war auf keinen Fall chancenlos, geriet aber nach eigener Aussage nach der 1:0-Satzführung komplett aus dem Spiel. Ich dagegen hatte Mühe, gegen Kuder (Brauereien) überhaupt ins Spiel hineinzufinden. Nach verschlafenem ersten und aus der Hand gegebenen zweiten Satz (9:4-Führung), konnte ich mich zwar zwei Sätze nochmal aufbäumen. Doch im fünften steigerte der Brauer seine Leistung deutlich und gewann dadurch verdient mit 3:2.

Das neue Spielgerät, der Plastikball, ist nur an dem kleinen Aufdruck "40+" über dem Andro-Schriftzug zu erkennen. Auch die Spieleigenschaften haben sich meiner Meinung nach nicht allzu stark verändert.
Das neue Spielgerät, der Plastikball, ist nur an dem kleinen Aufdruck "40+" über dem Andro-Schriftzug zu erkennen. Auch die Spieleigenschaften haben sich meiner Meinung nach nicht allzu stark verändert. Wem das anders ging, der kann sich ja in den Kommentaren mal melden.

Zwei Sieger und ein Plastikball

Damit war das Turnier für uns gelaufen, einige schöne und spannende Spiele gab es aber noch zu sehen. So lag der spätere Sieger Hölter (Füchse) im Halbfinale gegen Stürzebecher (Düppel) schon mit 0:3 hinten - ab dem Viertelfinale werden vier Gewinnsätze gespielt -, doch nach einer kämpferischen Aufholjagd, konnte er das Spiel noch drehen und gewann das Finale gegen Borchardt (Hertha BSC) mit 4:0. Etwas deutlicher ging es bei den Damen zu. Zur Siegerin Domdey (Füchse) kann man noch nicht mal schreiben, dass sie Sätze abgeben musste. Denn es war nur einer, nämlich im Halbfinale gegen Diekow (Neukölln). Alle Ergebnisse kann man auf http://bem2015.bettv.de einsehen, wo schon während des Turniers alle aktuellen Ergebnisse "getickert"wurden.

Ach ja, und dann war da ja noch der Plastikball. Was kann man jetzt, nach der BEM, dazu sagen? Ja, er spielt sich anders. Aber nein, groß ist der Unterschied nicht. Während einige schon am Samstag kaum einen Unterschied merkten, hatte ich noch hier und da Probleme, aber schon am Sonntag hatte auch ich mich komplett umgestellt. Nur an einer Sache müssen die Hersteller noch dringend arbeiten: an der Haltbarkeit. Eine 6er-Packung Bälle habe ich mir gekauft, davon sind kurz vor und während der BEM fünf kaputt gegangen - gehalten haben sie im Schnitt gute 90 Minuten.