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Verbandstag des Berliner Tisch-Tennis Verbandes 2016

[Update 19.06.16] Am 13.6.2016 fand im Coubertinsaal am Olympiastadion der Verbandstag des BTTV statt. Margrit, Hilmar, Christoph und Christian vertraten den Steglitzer TTK bei den Neuwahlen und der Beratung zahlreicher Anträge.

 

Update 19.06.16: Siehe Anträge 5)-8) Sportwartetagung

Zu Beginn berichtete der Präsident des DTTB, Michael Geiger, von seinem Gespräch mit dem Senat von Berlin über die weitere Sportentwicklung in Berlin nach dem Scheitern der Olympia-Bewerbung. Ein verstärktes Interesse bestehe seitens der Politik an Trendsportarten und am Thema Sport und Gesundheit. Er brachte zwar keine konkrete Zusage mit, aber offenbar wird es auch in Zukunft Tischtennis-Großveranstaltungen in Berlin geben. Die Ausrichtung der letzten German Open in Berlin wurde im Vergleich mit entsprechenden Veranstaltungen sehr gelobt. Solche Großveranstaltungen  sollen stärker mit Aktivitäten des Verbandes verknüpft werden. Der Senat ist bereit, sich dafür an er Finanzierung einer Stelle im Bundesfreiwilligendienst (BFD) zu beteiligen. Abschließend stellte Geiger noch den Spielort der Weltmeisterschaft Pfingsten 2017 in Düsseldorf vor. Er warb um Volunteers, räumte aber ein, dass denen keine Unterbringung vor Ort zur Verfügung gestellt wird.

Neuwahlen

Der nächste große Punkt der Tagesordnung waren die Neuwahlen bzw. Bestätigungen aller Funktionäre des Verbandes. Mit nur fünf Gegenstimmen wurde Michael Althoff als Präsident wiedergewählt. Ebenfalls im Amt bestätigt wurden die Vizepräsidenten Diego Hinz (Öffentlichkeitsarbeit) und Thorsten Mann (Finanzen). Vizepräsident Sport wurde Caspar Pfüller (Berliner Brauereien) als Nachfolger von Patrick Strahl, der nicht mehr kandidierte. Dirk Thelen wurde als bereits von der Jugendwartesitzung gewählter Vizepräsident Jugend bestätigt. Ein Nachfolger für Manfred Große als Vizepräsident für besondere Aufgaben fand sich leider nicht. Es gibt auch weder einen Referenten für Freizeit- und Breitensport noch einen Vorsitzenden des Verbandsgerichts. Es fehlen auch Beisitzer in verschiedenen Ausschüssen. Margrit bleibt Mitglied im Lehrausschuss und zuständig für Gesundheitssport, Hilmar wurde als Mitgied im Jugendausschuss bestätigt.

Anträge

Es lagen 11 Anträge vor, die bereits im Sportausschuss behandelt worden waren, 7 Anträge aus der Jugendwartetagung, 8 Anträge aus der Seniorentagung und ein weiterer Antrag.

Zuerst wurden die Anträge aus der Sportwartetagung und der weitere Antrag behandelt

(Quelle: Anträge zum Verbandstag 2016 (ohne Jugend und Senioren)(bettv.de))

1) Der Antrag des Köpenicker SV Ajax sollte die Übergabe eines Platzes in einer Liga an einen anderen Verein ermöglichen, wenn beide Vereine damit einverstanden sind und mindestens die Hälfte der Spieler dieser Mannschaft wechselt. Der Antrag wurde mit deutlicher Mehrheit abgelehnt. In der Begründung wurde fälschlicherweise unsere Ausgründung als Beispiel angeführt, die anderen im Antrag genannten Beispiele wurden auch nicht als schlüssig angesehen. In Ausnahmefällen könne man Anträge an den Spielausschuss stellen.

2) Der zweite Antrag von Köpenick sollte ermöglichen, von ttlive bereitgestellte Ausdrucke statt der üblichen Formulare für die Erstellung der Spielberichte zu verwenden. Nach längerer Erörterung auch über die Frage der Beweiskraft, wenn es keine Durchschrift eines Originals mehr gibt, wurde der Antrag mit 46 : 64 abgelehnt. (Für den Jugendbereich wurde der identische Antrag später verabschiedet.)

3) Der dritte Antrag wurde einstimmig abgelehnt, denn mit ihm sollten Spielverlegungen, die später als 14 Tage nach Beginn der Halbserie einvernehmlich vereinbart werden, gebührenpflichtig werden. Alle waren dafür, die Flexiblität zu erhalten und keine neuen Gebühren einzuführen.

4) Dem Antrag von Neukölln zufolge hätten Einsätze nur im Doppel nicht mehr als "Ersatzspielen" gegolten. Das wurde abgelehnt. Wie schon in der Sportwartetagung wurde beklagt, dass Vereine bei ttlive die Anzahl der Einsätze als Ersatzspieler nicht unmittelbar sehen können, und eine entsprechende Änderung bei ttlive angeregt. Präsident Althoff berichtete aus Gremien des DTTB, dass möglicherweise schon nächstes Jahr die Anzahl der Einsätze als Ersatzspieler unbegrenzt sein wird. Dann erübrigte sich das Mitzählen.

5) - 8) Länger wurde über den Antrag von Friedrichstadt diskutiert, das Vierersystem auf die Kreisliga auszuweiten. Dem Antragsteller zufolge gab es bereits Mannschaften, die nicht in die Kreisliga aufsteigen wollten, da sie dann in Sechsermannschaften spielen mussten. Dem wurde von mir entgegengehalten, dass jedes Mannschaftsspiel etwa gleich viel Platz in der Halle beansprucht, mit Vierermannschaften aber weniger Spieler mitmachen können - für Vereine mit begrenzter Hallenkapazität ein ernstes Problem. Der Antrag wurde mit 47 : 74 abgelehnt.

Update 19.06.16:

In der Debatte, ob die Kreisliga in Zukunft in Vierermannschaften spielen soll, wurde mehrfach angeführt, dass der STTK Berlin davon ja nicht betroffen sei. Es wurde Verwunderung darüber geäußert, dass sich ein nicht betroffener Verein in der Debatte über diesen Antrag engagiert.

Erstens sind wir unmittelbar betroffen, weil unsere 5. Herren inzwischen auf Antrag in einen freien Platz in die Kreisliga hochgestuft wurden.

Zweitens sollte die Regelung erst für die Saison 2017/2018 gelten - wir hatten zum Zeitpunkt der Debatten Mannschaften in der Liga darüber und in der Liga darunter, konnten also in einem Jahr oder im übernächsten Jahr in jedem Fall betroffen sein.

Drittens wurde in der Diskussion in der Sportwartetagung über den Antrag die Absicht betont, das als Versuch für eine generelle Einführung der Vierermannschaften auch für alle anderen Ligen zu sehen - dabei wären wir mehrfach betroffen.

Viertens lebt Demokratie davon, dass man sich auch um die Dinge kümmert, von denen man nicht unmittelbar und direkt betroffen ist - anderenfalls betreibt man kurzsichtigen Lobbyismus. Mit einer solchen Einstellung in Entscheidungsgremien gäbe es keine Rampen für Rollstuhlfahrer und keine Maßnahmen gegen Diskriminierung - betroffen ist ja immer nur eine Minderheit.

9) Angesichts fehlender Ausrichter wurde einstimmig beschlossen, dass Turnierausrichter keine Abgabe mehr an den Verband leisten müssen. Das war auch schon in der Jugendwartetagung so angeregt worden.

10) Dem Antrag der Brauereien folgend wurde festgelegt, welche Turniere in die LivePZ     eingehen sollen. Es wurde eine Liste verabschiedet, die nur offizielle Turniere enthält. Neben den Ergebnissen aus Mannschaftsspielen einschließlich Relegationen und Pokalspielen zählen dazu Einzelmeisterschaften, Ranglisten, die zugehörigen Qualifikationsturniere und weitere offizielle Verbandsturniere. Die Liste aus dem Antrag wurde vom Antragsteller vor Ort noch erweitert.

11) Einem weiteren Antrag der Brauereien folgend wurde mit großer Mehrheit beschlossen, die bereits seit langem gängige Praxis zu legalisieren, im gegenseitigen Einvernehmen von der Spielreihenfolge bei Mannschaftspielen abzuweichen, weil z. B. jemand etwas später kommt oder früher gehen muss. Die Anfangsdoppel werden aber immer zuerst gespielt.

12) Dieser Antrag lag der Sportwartetagung noch nicht vor. Die beiden Pokalwettbewerbe sollen zusammengelegt werden. In der 1. Stufe des Wettbewerbs wird in 4 Klassen aufgeteilt gespielt und am Ende werden im Final Four für jede Klasse die Qualifizierten für die Deutschen Pokal-Meisterschaften für Verbandsklassen ermittelt. In der 2. Stufe des Wettbewerbs ermitteln die Teilnehmer am Final Four dann alle zusammen den BTTV-Pokalsieger. Wegen der Kombination der Pokalwettbewerbe sind Teilnehmer nicht mehr verpflichtet, ggf. zur Deutschen Pokalmeisterschaft für Verbandsklassen zu fahren. Der Antrag wurde mit 63 : 45 angenommen, gilt aber erst ab Saison 2017/2018.

Beschlüsse der Jugendwartetagung

Die von der Jugendwartetagung bereits verabschiedeten Anträge müssen vom Verbandstag eigentlich nur bestätigt werden, wurden diesmal aber erneut diskutiert.

J1) Derselbe Antrag, der für den Erwachsenenbereich abgelehnt wurde (dort Antrag 2), wurde für den Jugendbereich mit 59 : 33 verabschiedet.

J2) Auf Antrag von Hertha BSC wurde die Liste der Begründungen für offizielle Verlegungen erweitert um Einsätze Jugendlicher als Stammspieler in überregionalen Mannschaften.

J3) a) Turnierabgaben für Ausrichter waren unter 9) schon abgeschafft worden.
b) Die Einführung einer Gebühr für das Nichtantreten einer Jugendmannschaft wurde mit 47 : 64 abgelehnt.
c) Eine Gebühr für das Nicht-Einsenden des Meldefomulars für Jugendmannschaften, das zusätzlich zur Meldung bei ttlive verlangt wird,  wurde mit der knappen Mehrheit von 51 : 50 beschlossen.

J4) Klarstellungen hinsichtlich des Vorgehens bei Verlegungen und beim Ausfüllen des Spielformulars wurden bestätigt.

J5) Ab jetzt können auch Jugendspiele des 1. Spieltags der Rückserie bis zu 3 Wochen nach hinten verlegt werden. Einigen sich die Vereine nicht, dann legt der Staffelleiter einen Termin fest.

J6) Es wurden Ergänzungen und Aktualisierungen der Jugendordnung hinsichtlich Einberufung außerordentlicher Jugendwartetagungen und Aufgaben der JWT beschlossen.

J7) Die Jugendturnierordnung (JTO) wurde so abgeändert, dass in Zukunft statt des Offenen Berliner Vereins Cup auch andere Turnierformen möglich sind. Sie werden vom Jugendausschuss festgelegt.

Zu bestätigen waren auch noch die Beschlüsse der Seniorentagung

(Quelle: Seniorentagung - Protokoll und Abstimmungs Ergebnisse (bettv.tischtennislive.de))

Die ersten 7 Beschlüsse betrafen eine Aktualisierung der Seniorenspielordnung und wurden ohne Debatte bestätigt. Die neue Fassung ist bei ttlive (Link einfügen oder PDF einbinden) bereits veröffentlicht.

Beschluss 8 der Seniorentagung betrifft die BEM Senioren. Nachmeldungen sollen nicht mehr möglich sein. Die Auslosung wird auch nicht mehr geändert, wenn Spieler ausfallen. Obwohl dadurch im Einzelfall sehr unterschiedliche Gruppen entstehen können, wurde der Beschluss der Seniorentagung bestätigt.

Um 22:33 Uhr schloss Michael Althoff nach viereinhalb Stunden die Sitzung.