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Südring II vs. 1. Herren - oder auch ein Saisonfinale, wie man es sich nicht wünscht

Das letzte Spiel der Saison ist vorbei und wir stehen mit leeren Händen da. Ernüchterung macht sich gerade breit. Aber trotz des jähen Platzens aller Aufstiegsträume gibt es auch viel Positives zu berichten.

Gefühlt jedes zweite Spiel ging in dieser Saison bei Alex in den Entscheidungssatz, gegen Südring konnte er aber keines davon gewinnen. Im Doppel mit Lennart war er dagegen eine Bank und machte die gute Saison erst möglich (Archivbild vom 19.04.2018).

Der Autor dieser Zeilen konnte die Schmach von Südring kaum aushalten und kann eigentlich immernoch nicht richtig fassen wie einer spielstarken Mannschaft trotz Zusammenhalt, Unterstützung im Verein (Danke!) und Siegeswillen auf den letzten Metern die Puste ausging.

Die Liga war ausgeglichen klar. Kleinigkeiten machen da den Unterschied. Die Saison begann mit 5 Minuspunkten in den ersten 4 Spielen. Dabei hatten wir uns in diesen Spielen gut präsentiert. Danach folgte eine Serie von 10 Spielen ohne Niederlage. Manchmal, z.B. bei OTTO, sind wir dabei mit einem blauen Auge davon gekommen. Gegen die zweitplatzierten TusLi'raner gewannen wir beide Spiele und landeten am Ende doch hinter ihnen.

Denn Köpenick fegte am vorletzten Spieltag an einem super Tag zuhause nur so über uns hinweg, wie es schon sehr sehr lange keine Mannschaft mehr geschafft hat. Und dann dieses Südring. Zuhause klar geschlagen und auswärts geht gar nichts. Die schnittlosen Spielbedingungen, bedingt durch die gefühlt ältesten und langsamsten Tische der Stadt und einem Nittaku-Plastikball, waren für den rotationsbasierten Teil unseres Teams nicht zu knacken. Und so kam es zum Beispiel, dass ich machen konnte was ich wollte und am Ende gegen zwei Spieler verlor, die ich in der Vergangenheit regelmäßig bis immer besiegt habe. Auch dadurch kamen unsere Sieggaranten im dritten Paarkreuz und das oftmals vielversprechende Schlussdoppel nicht noch einmal zum Zuge.

Wir verloren und schufen somit die Motivation in Lichterfelde mit nur fünf Einzel- und Doppelerfolgen gegen den Tabellenführer doch die Relegation zu erreichen. Dafür reichten fast schon deren starke Doppel und wenn man ehrlich ist, kann man es den Köpenickern auch nicht übel nehmen, dass sie nicht mehr das letzte Fünktchen Motivation rauskitzeln konnten. Die Energie hatten Sie eine Woche zuvor gegen uns investiert und ihr Ziel erreicht. Und wer Köpenick so abfertigt, der hat es auch verdient, um die höhere Klasse zu spielen. Insofern Gratulation an TuSLi, die sich knapp, aber nicht unverdient gegen uns durchgesetzt haben. Ich bin gespannt wie ihr euch unter den Bedingungen bei Südring zurechtfindet, falls dort die Relegation stattfindet.

Was bleibt nun von dieser Saison?

Das Team der 1. Herren ist gewachsen! Mit Arwed und Dennis ist der ohnehin nicht auf sechs Spieler zu reduzierende Stamm der ersten Mannschaft um zwei weitere Spieler erweitert. Ich finde, dass ihr super zu uns und in den Verein passt und hoffe, dass unsere Wege noch viele weitere Jahre gemeinsam verlaufen.

Bedingt durch unterschiedliche Böden, Tische und Bälle sind die Spielbedingungen unterschiedlicher als ich es jemals empfunden habe. Ich ahne, dass es Durchmärsche einzelner Teams schon alleine dadurch zukünftig seltener geben wird. Diese Saison war daher sehr erfahrungsreich und auch wenn ich persönlich Tischtennis mit wenig oder ohne Rotation nur noch als "Ball über die Schnur" empfinde, so war das in dieser Saison doch recht lehrreich. Jetzt beginnt die Zeit der Materialtests, um in der kommenden Saison variabler damit umgehen zu können.

Aber genug des (persönlichen) Fazits. Abschließen möchte ich mit einem großen Dank an alle Menschen, die sich unsere Beiträge durchgelesen und mit uns mitgefiebert haben. Ich hoffe, dass wir euch immer Mal wieder spannende Spiele und spektakuläre Ballwechsel zeigen konnten. Punkte kommen und gehen, Auf- und Abstiege auch. Was bleibt ist eine gute Zeit und das gemeinschaftliche Erleben aller Aufs und Abs. Aus jeder Niederlage kann man lernen und gestärkt hervorgehen.

In diesem Sinne wünschen wir allen STTK'ler eine schöne und kreative Sommerpause!